Altes Kino

verschoben // SHAKE STEW – Gris Gris

Kartenvorverkauf: Normal € 22,– Konto AT65 3456 0802 0361 6851 – bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit!

(c) Peter Van Breukelen

Lukas Kranzelbinder Bass, Bandleader
Clemens Salesny Alto Sax
Johnny Schleiermacher Tenor Sax
Mario Rom Trumpet
Oliver Potratz Bass
Niki Dolp Drums, Percussion
Mathias Koch Drums, Percussion

Nach Veröffentlichung der ersten beiden Alben „The Golden Fang“ und „Rise and Rise Again“ war der Widerhall sowohl seitens des Publikums als auch der Presse enorm. Selten wurde einem neuen bzw. jungen österreichischen Ensemble innerhalb kürzester Zeit auch auf internationaler Ebene derart viel Aufmerksamkeit geschenkt. So lässt es auch nicht wundern, dass Shake Stew mittlerweile auf einen beachtlichen Tourkalender mit gefeierten Auftritten am Jazzfestival Saalfelden und am North Sea Jazz Festival in Rotterdam und mit einer Vielzahl an Darbietungen auf Festivals in Marokko, Mexiko, Kanada und der Türkei zurückblicken können.

EIN WERK, WELCHES DURCH KÜNSTLERISCHE UND ATMOSPHÄRISCHE FREIHEIT GLÄNZT

Neben der virtuosen Spielweise aller Beteiligten macht gerade das Zusammentreffen verschiedener musikalischer Einflüsse den Reiz dieser Platte aus. So finden sich hier moderne, von Drum ‘n’ Bass inspirierte Schlagzeugparts („Keep Walkin“), welche durch die Möglichkeiten einer doppelten Rhythmusgruppe bis ins kleinste Detail ausgearbeitet wurden, neben orientalisch anmutenden Klängen und „bluesigen“ Gitarrensounds (Special Guest auf der Singleauskopplung „Grilling Crickets in a Straw Hut“: Tobias Hoffmann). Auch auf der vor Kurzem veröffentlichten zweiten Single „So He Spoke“ sind die beeindruckenden Qualitäten von Shake Stew deutlich auszumachen. Das leicht versetzte Timing bzw. Phrasing von Trompete und Saxofon gibt der Melodie einen wunderbar meditativen, träumerischen Flow, welcher von Mario Roms Solo zusätzlich unterstrichen wird, während die Bewegungen des Kontrabasspulses die HörerInnen angenehm durch die gekonnt inszenierte Klangwelt dieses Titels leiten. So schafft es die Ausnahmeband, das Publikum immer tiefer in den Bann bzw. in den Geist von „Gris Gris“ zu ziehen und das Hörerlebnis noch intensiver wirken zu lassen.

Das Ensemble rund um den aus Kärnten stammenden Bassisten und Bandleader Lukas Kranzelbinder präsentiert mit „Gris Gris“ ein Werk, welches durch künstlerische und atmosphärische Freiheit bzw. die daraus resultierende Unvorhersehbarkeit glänzt, gleichzeitig aber immer den roten Faden, den „Spirit“ behält und daher auch nie beliebig oder zusammengewürfelt wirkt. Nur wenige KünstlerInnen schaffen es, sich so überzeugend auf dieser Schnittstelle zu bewegen.

Alexander Kochman